University of Applied Sciences

Auf einen Blick:

  • Dualer Studiengang: praxisintegriert
  • Akkreditierung:  ja
  • Staatliche Anerkennung:  ja
  • Credit Points:  180
  • Abschluss:  Bachelor of Arts
  • Masterfähigkeit:  ja
  • Numerus Clausus: nein
  • Eignungsprüfung: ja
  • Studiengebühren: ja
  • BAföG: ja (Info)
  • Nächste Eignungsprüfung: auf Anfrage

Bewegungspädagogik und Tanz in Sozialer Arbeit

„Der Tanz ist eine Weltsprache; Botschafter für eine friedliche Welt, für Gleichheit, Toleranz und Mitgefühl.“ Sasha Waltz, Botschaft zum Welttanztag 2007

Tanz und Bewegung gelten als die ursprünglichsten Ausdrucksformen des Menschen. Es gibt für Menschen viele verschiedene emotionale, kulturelle und gesellschaftliche Anlässe, um in Bewegung zu kommen und die Bewegung in der Gemeinschaft zu erleben. Das wohltuende eigene Körpererlebnis, ein In-Kontakt-treten mit anderen und das soziale Kommunizieren verdeutlichen nur einen Teil der Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, die Tanz- und Bewegungsangebote in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit ermöglichen können.

Qualifikationsziel

Akademisch qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen, denen die Bedeutung von Bewegung für die körperliche und geistige Entwicklung und Entfaltung eines Menschen bewusst ist und die auf der Grundlage von theoretischem und praktischem Wissen mit Menschen in unterschiedlichsten Bedürfnislagen arbeiten können. Das Tätigkeitsfeld ist vielfältig und umfasst von der elementaren Bildung über die Jugendarbeit bis zum Seniorenbereich verschiedene Arbeitsfelder unter Anwendung von zielgruppenspezifischen Tanz- und Bewegungsformen.

Künstlerische Ausbildung

In den praktischen Seminaren werden verschiedene Tanz- und Bewegungsstile vermittelt. Den Schwerpunkt bilden moderne zeitgenössische Tanzformen und Methoden des New Style wie Hip Hop und Break Dance sowie Bewegungsspiele. Ergänzt werden die Trainingsseminare durch sportive Formen zur Konditionierung der körperlichen Kraft und Ausdauer. Die praktische Ausbildung wird abgerundet durch verschiedene spielpädagogische Methoden aus den Bereichen Zirkus, Theater, Tanz und Sport. Ebenso erlangen die Studierenden praktisches Wissen im Gestalten von Tänzen und kleinen Tanzstücken über Methoden der Improvisation und Choreografie. In studentischen Aufführungen können wertvolle praktische und ästhetische Erfahrungen gesammelt werden.

Fachtheorie

Parallel zu grundständigen sozialpädagogischen Qualifikationen werden in Seminaren Grundlagen für das bewegungspraktische Wissen gelegt, indem sie anatomische, sensomotorische, psychomotorische und bewegungsphilosophische Kenntnisse vermitteln. Die Studierenden lernen verschiedene Möglichkeiten der Tanz- und Bewegungspädagogik kennen und erlangen Grundkenntnisse aus der elementaren Trainings- und Bewegungsmethodik. Der theoretische Fächerkanon wird ergänzt durch Seminare aus dem Bereich der Gesundheitsbildung, Gesundheitsprophylaxe und Erlebnispädagogik. 

Qualifikationen Soziale Arbeit

Die Studierenden werden befähigt, fachlich und methodisch kompetent sowie diversitätsbewusst mit Adressatinnen und Adressaten in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit zusammenzuarbeiten. Hierfür erwerben sie sowohl theoretisches Wissen aus den relevanten Bezugswissenschaften (Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Politik) als auch sozialarbeitsspezifisches Wissen. Sie lernen Methoden der Sozialen Arbeit kennen und eignen sich Weisungswissen an. Grundlagen im Bereich der empirischen Sozialforschung und des Sozialmanagements sowie Rechtsgrundlagen Sozialer Arbeit ergänzen das Curriculum. Eine klientelspezifische Vertiefung ist möglich z.B. in „Elementarpädagogik“ oder „Jugendhilfe / Jugendarbeit“.

Professionelle Kompetenz

Die Studierenden erwerben im Laufe ihres Studiums ein Professionsverständnis, das sie befähigt, engagiert auf der Seite ihrer Klientinnen und Klienten zu agieren und dabei zugleich genügend Abstand zu wahren, um ihre eigene Integrität zu schützen. Methoden der Reflexion pädagogischer Prozesse sowie der Selbstreflexion dienen der Entwicklung einer professionell handelnden Persönlichkeit ebenso wie die kritische Auseinandersetzung mit den sozialen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen einer sozial engagierten Arbeit.

Dual Studieren

Zwei Lernorte – Hochschule und soziale Einrichtung – ermöglichen die enge Verbindung von Theorie und Praxis. Das Studium findet drei Tage in der Hochschule und zwei Tage in einer selbstgewählten Praxis- bzw. Ausbildungseinrichtung statt. Praxiserfahrungen werden wissenschaftlich reflektiert und Theorie wird in der Praxis erprobt.
weitere Infos zum Dualen Studium

Studienverlauf

Das Studium ist auf drei Jahre angelegt und jedes Studienjahr ist in Trimester gegliedert. In den ersten beiden Studienjahren wird ein Grundlagenstudium absolviert. Das dritte Studienjahr dient der Vertiefung und dem Schreiben der Bachelorarbeit. Studienbeginn ist jeweils der erste September. Das Wintertrimester endet am 31. Dezember, das anschließende Frühjahrstrimester am 30. April und das Sommertrimester beschließt das Studienjahr jeweils am 31. August

Berufsperspektiven

Absolventen/innen dualer Studiengänge sind Akademiker/innen mit dreijähriger Berufspraxis. Sie können als auf ästhetische Praxen und kulturelle Bildung spezialisierte pädagogische Fachkräfte in sozialpädagogischen und elementarpädagogischen Handlungsfeldern tätig werden, beispielsweise in KiTas, Schules, Horten, Wohnstätten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Jugendclubs oder in Familienzentren. Die Perspektive von Handlungsfeldern sozialer Arbeit liegt in multiprofessionellen Teams. Nicht jeder kann alles, sondern jeder bringt sich mit seiner individuellen Berufsbiografie, seinem Know How, seinen Neigungen und besonderen Fachqualifikationen in ein Team ein, gestaltet den Alltag und stellt sich den komplexen Herausforderungen sozialpädagogischen Handelns.